Wie schlafen Giraffen?

Wie schlafen Giraffen

Rund 1600 Kilogramm schwer und bis zu 6 Meter hoch werden m√§nnliche Giraffen (Bullen). Weibliche Giraffen (K√ľhe) wiegen etwa 830 Kilogramm und sind bis zu 4,5 Meter gro√ü. Angesichts dieser Gr√∂√üe, des hohen Gewichts, der langen Beine und des sehr langen Halses stellt sich die Frage: Wie schl√§ft eine Giraffe? Wie und wie viel eine Giraffe schl√§ft, und ob sich das Schlafverhalten in der freien Wildbahn von dem im Zoo unterscheidet, das erfahren Sie hier!

Wie schläft eine Giraffe?

Um das Schlafverhalten von Giraffen zu verstehen, ist es wichtig, zun√§chst einmal ihre Lebensumst√§nde kennenzulernen. Giraffen sind in afrikanischen Savannen beheimatet. Heute leben sie insbesondere in den Gras- und Steppenlandschaften im √∂stlichen und s√ľdlichen Afrika, s√ľdlich der Sahara. Seit 2019 stehen alle Giraffenarten auf der internationalen roten Liste der bedrohten Arten. Gab es in Afrika vor 30 Jahren noch rund 200.000 Giraffen, ist diese Zahl mittlerweile auf die H√§lfte geschrumpft. Ihre fast zwei Meter langen Beine und ihr schier endlos langer Hals macht die Giraffe zu den gr√∂√üten an Land lebenden S√§ugetieren. M√ľhelos erreichen Giraffen aufgrund ihrer Gr√∂√üe das Laub der Akazienb√§ume, das zu ihrem Lieblingsfutter geh√∂rt.

Das ist nicht der einzige Vorteil, den sie durch ihre Gr√∂√üe haben. Sie macht es auch m√∂glich, dass sie in die Ferne schauen und ihre Feinde von Weitem sehen und fl√ľchten k√∂nnen. Und Giraffen sind schnell, denn sie k√∂nnen im Galopp bis zu 55 Stundenkilometer erreichen. Zu ihren Feinden geh√∂ren L√∂wen, Leoparden und Hy√§nen, die sich jedoch kaum an ausgewachsene Giraffen herantrauen, sondern nach Jungtieren Ausschau halten. Kommt doch einer der Feinde zu nahe, k√∂nnen Giraffen mit ihren Hufen, die einen Durchmesser von rund 30 Zentimeter haben, ordentlich auskeilen. Die Hufe sind ein probates Verteidigungsmittel, mit dem Giraffen imstande sind, einen L√∂wen zu t√∂ten. Au√üerdem sind Giraffen Herdentiere, die in Gruppen bis zu zwanzig Tieren zusammenleben. Das gilt insbesondere f√ľr K√ľhe und K√§lber, die sich so gegenseitig sch√ľtzen. Bullen sind hingegen Einzelg√§nger, die sich lediglich zur Paarungszeit zu einer Herde gesellen. Im Kampf um die Weibchen k√∂nnen Bullen angriffslustiger werden. Dann schwingen sie ihre langen H√§lse wie eine Keule und werfen den Kopf mit voller Wucht gegen die Brust oder den Hals des Kontrahenten. Der Sieger wird mit einer Paarung des umworbenen Weibchens belohnt.

Um richtig schlafen zu k√∂nnen, m√ľssen sich Giraffen hinlegen und einrollen. Das w√§re jedoch angesichts m√∂glicher Feinde lebensgef√§hrlich. Im Verteidigungsfall w√ľrde es viel zu lange dauern, bis das gro√üe und schwere Tier sich entrollt hat und aufstehen kann. Deshalb schl√§ft eine Giraffe nur wenige Minuten am St√ľck, und zwar im Stehen, was allenfalls als d√∂sen und nicht als schlafen bezeichnet werden kann. Auf diese Weise kommen dann wenige Stunden am Tag zusammen. Im Schutz der Herde und nur wenn sich Giraffen absolut sicher f√ľhlen, verbringen sie maximal eine halbe Stunde am Tag im Liegen.

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Können Giraffen auch liegen?

Ja, trotz dieser enormen Gr√∂√üe, des hohen Gewichts, des langen Halses und der ebenso langen Beine sind Giraffen in der Lage, sich hinzulegen. Das tun sie jedoch nur, wenn sie keinen Gefahren ausgesetzt sind. Dann geht der Schlaf √ľber das blo√üe D√∂sen hinaus. Denn im Liegen halten sie einen Tiefschlaf ab, der jedoch nicht l√§nger als 20 bis 30 Minuten am Tag dauert. Es dauert einen Moment, bis eine Giraffe diese Ruheposition einnimmt. Dazu geht sie mit den Vorderbeinen sozusagen in die Knie, spreizt ihre Hinterl√§ufe leicht nach au√üen und l√§sst sich dann auf ihr Hinterteil plumpsen. Das nutzt sie √ľbrigens auch als Ruhekissen, indem sie mit angewinkelten Beinen in Brustlage ihren langen Hals nach hinten beugt und den Kopf auf ihr Hinterteil auflegt, w√§hrend sich der K√∂rper in einer leichten Seitenlage befindet.

Bis zu f√ľnfzehn Sekunden kann der umgekehrte Vorgang dauern, bis die Giraffe aus dieser Ruheposition wieder auf die Beine kommt. Auch hier kommt sie zun√§chst auf die leicht nach au√üen gegr√§tschten Hinterbeine, w√§hrend die Vorderbeine zur H√§lfte geknickt sind. Sozusagen auf den beiden Hinterl√§ufen und auf den Knien wuchtet sie ihren schweren K√∂rper nach oben und stellt mit diesem Schwung auch die Vorderbeine vollst√§ndig auf. Dieses Procedere macht deutlich, warum Giraffen vorwiegend im Stehen schlafen. Es w√§re unm√∂glich, im Falle der Ann√§herung eines Raubtieres aus der Liegeposition rechtzeitig nach oben zu kommen, um sich zu verteidigen oder gar zu fliehen. Das gilt selbst f√ľr die Geburt eines Kalbes. Auch hier verzichtet die Giraffenkuh darauf, sich hinzulegen. Stattdessen bleibt sie stehen, sodass das Kalb aus einer H√∂he von rund zwei Metern etwas unsanft auf den Erdboden purzelt.

Wie viel Schlaf braucht eine Giraffe?

Wie der Mensch m√ľssen auch Tiere schlafen, um ihre Energiereserven wieder zu f√ľllen. Das ist eine notwendige Voraussetzung f√ľr die Gesundheitserhaltung des Organismus. Worin sich Mensch und Tier und auch Tiere untereinander unterscheiden, ist die Menge an Schlaf. Giraffen ben√∂tigen lediglich nur zwei bis vier Stunden pro Tag Ruhe. Der l√§ngste Zeitraum, den sie am St√ľck schlafen, sind maximal zwei Stunden. Ansonsten ruhen die afrikanischen Riesen in Zehn-Minuten-Intervallen, die sich √ľber den Tag verteilen. Grunds√§tzlich brauchen Neugeborene und Jungtiere mehr Schlaf als √§ltere Tiere.

Im Allgemeinen verbringen Giraffen einen kleinen Teil der Nacht im Liegen, wobei sich die Ruhezeiten mit Erkundungsg√§ngen und Wiederk√§uen abwechseln. Ohnehin sind die Tiere die meiste Zeit mit Fressen und Wiederk√§uen besch√§ftigt. Und so nehmen sie √ľber einen Tag verteilt bis zu 30 Kilogramm an Nahrung zu sich. Um die Pflanzenteile insbesondere von Akazien zu zermalmen, bewegen Giraffen ihren Unterkiefer seitw√§rts. Mithilfe ihrer hohen Bisskraft und den massiven Mahlz√§hnen schaffen sie es, Bl√§tter, Zweige und √Ąste zu zerkleinern. Au√üerdem sind sie Wiederk√§uer und verf√ľgen als solche √ľber vier M√§gen, den Pansen, den Netzmagen, den Bl√§ttermagen und den Labmagen. Wiederk√§uen bedeutet, dass sie ihr Futter immer wieder hochw√ľrgen, um es erneut durchzukauen.

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Schlafen Giraffen im Zoo anders?

Der Kurator f√ľr S√§ugetiere im Tierpark Berlin, Dr. Florian Sicks, darf als Schlafexperte bezeichnet werden. Das gilt auch in Bezug auf das Schlafverhalten von Giraffen im Zoo. Sicks hat sich in seiner Dissertation insbesondere mit dem REM-Schlaf von Giraffen besch√§ftigt, der als verl√§ssliche Einflussgr√∂√üe gilt, wenn es um die Messung der Stressbelastung geht. Die REM-Phase ist die nur kurz w√§hrende Phase des Schlafes, in der sich Giraffen ablegen und ihren Kopf auf ihr Hinterteil betten. Die Forschungsarbeit basiert auf Beobachtung der Tiere im Berliner Tierpark mittels Infrarot-Video√ľberwachungsanlagen, die in den Giraffenst√§llen installiert waren. Insgesamt sind rund 10.000 Stunden Videomaterial zusammengekommen, die √ľber einen Zeitraum von drei Jahren angefertigt wurden, mit diesen Ergebnissen:

Auch im Zoo schlummern Giraffen im Schnitt 4,6 Stunden, von denen sie rund 30 Minuten im REM-Schlaf in liegender Position verbringen. Kommt Stress auf, √§ndert sich auch das Schlafverhalten. Das gilt insbesondere f√ľr den REM-Schlaf, der minimiert wird oder ganz ausf√§llt. Beispiele f√ľr Stresssituationen sind beispielsweise Ver√§nderungen in der Herde, Nahrungsmangel oder Transporte. So hat sich beispielsweise eine Giraffenkuh drei Wochen lang nicht abgelegt und auf den REM-Schlaf verzichtet, weil ihr langj√§hriger Lebenspartner verstorben war. Das bedeutet, dass der REM-Schlaf in unmittelbarem Zusammenhang mit Stressfaktoren steht. Insoweit ist der REM-Schlaf ein zuverl√§ssiger Indikator f√ľr Stresssituationen. Im Zoo ist es aufgrund dieser Erkenntnisse m√∂glich, in stressigen Situationen einzugreifen und das Wohlbefinden des betroffenen Tieres zu stabilisieren, sodass der notwendige REM-Schlaf nicht beeintr√§chtigt wird.

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